Montage
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Die Dachmontage stellt die häufigste Form der Installation dar. Insbesondere die Variante der Aufdachmontage ist sehr beliebt, da sie nachträglich bei fast allen Dachformen möglich ist. Hierbei bleibt die vorhandene Dacheindeckung bestehen und wird nur zum Zwecke der Befestigung des Trägersystems punktuell angepasst. Das Montagesystem besteht hierbei aus drei Hauptkomponenten. Diese sind die Dachbefestigung, die Tragschienen und die Modulbefestigungen. Je nach lokalen Erfordernissen wird das Tragschienensystem als einlagiges System oder als zweilagiges Kreuzschienensystem ausgebildet. Das Kreuzschienensystem kann statisch optimaler ausgelegt werden und gewährleistet, dass die Montagepunkte der Module exakt eingehalten werden können (das Einhalten der Montagepunkte ist maßgeblich für die Modulgarantie). Leider ist das Kreuzschienensystem deutlich material- und montageintensiver.

Während bei einem Schrägdach die Ausrichtung der Photovoltaikanlage (Himmelsrichtung als auch Dachneigung) fest vorgegeben ist, so können bei einem Flachdach diese beiden maßgeblichen Einflussfaktoren meist optimal gewählt werden. Dies geschieht zum Einen durch Ausrichtung der Module nach Süden und zum Anderen durch Aufständerung der Module bis zum optimalen Neigungswinkel (abhängig vom Installationsstandort). Ein primärer Faktor bei Flachdachmontagen ist die Art der Dachbefestigung. Zum Einen kann das Montagegestell fest mit der Dachkonstruktion verbunden, oder, wenn die Statik des Daches dies zulässt, durch Gewichte beschwert werden. Bei Kiesdächern werden oft Kunststoffwannen als Modulträger verwandt, die mit dem auf dem Dach befindlichen Kies beschwert werden können. Übliche Flächengewichte bei Kiesdächern sind 90-125kg/qm bei Betonplatten.

Bei der Fassadenmontage unterscheidet man prinzipiell zwischen drei verschiedenen Fassadenausprägungen, der Kaltfassade, der Warmfassade und der Doppelfassade.
Die Kaltfassade: Das Hauptmerkmal der Kaltfassade ist die zweischalige Konstruktion. Die äußere Schale übernimmt den Wetterschutz und bestimmt das äußere Erscheinungsbild, während die innere Schale für Statik, Wärme und Geräuschdämmung zuständig ist. Zwischen den Schalungen ist eine Luftschicht, über die Feuchtigkeit abgeführt werden kann. Aufgrund der systembedingten Hinterlüftung ist diese Bauform sehr gut zur Aufnahme von PV-Modulen geeignet.
Die Warmfassade: Als Warmfassade bezeichnet man eine Fassade, die sämtliche Funktionen wie Statik, Wärmedämmung und Wetterschutz übernimmt. Sie ist bautechnisch sehr aufwendig, insbesondere bzgl., der zum Anschluss notwendigen elektrischen Anschlüsse.
Die Doppelfassade: Bei diesem Typ wird eine transparente / teiltransparente Glashülle mit PV-Modulen als "zweite Haut" vor eine vollwertige klassische Fassade gesetzt. Ergebnis ist eine deutlich bessere Schall- und Wärmedämmung. Zwischen den Fassaden entsteht ein unbeheizter thermischer Pufferraum.

Ähnlich wie bei der Flachdachmontage kann bei der Freilandmontage die Anlage optimal ausgerichtet werden. Die angebotenen Montagesysteme ähneln den Flachdachmontagesystemen sehr stark. Die Auswahl und Einsetzbarkeit von Gestellen hängt jedoch sehr stark von der Fundamentierung, und damit von der Bodenbeschaffenheit, ab. In den meisten Fällen werden bei der Freilandmontage Sonderkonstruktionen eingesetzt. In allen Fällen sollte jedoch die Pflegbarkeit des Geländes bereits konstruktiv berücksichtigt werden. Was nutzt die schönste Photovoltaikanlage, wenn das Gras über die Module wächst weil ein maschinelles Mähen nicht, oder nicht so oft, möglich ist.