Nachrichten
Kettenglieder Farbig3  
Beratung | Installation | Betrieb | Wartung
 
Planung | Überwachung | Prüfung | Begutachtung

Begehbarkeit von Solarmodulen

Das Begehen von Solarmodulen ist sehr kritisch und sollte, wenn eben möglich, vermieden werden. Aber was tun, wenn zur Kontrolle der PV Anlage oder auch zum Austausch einzelner Module ein ganzes Modulfeld demontiert werden müsste ? Auch unter Speziallisten herrschen hierzu die unterschiedlichsten Meinungen.

Microcracks

Das Kernproblem beim Begehen von Modulen liegt bei den durch mechanische Belastung eventuell entstehenden Microcracks (Mikrorisse in den Zellen), die im schlimmsten Fall zur Leistungsminderung des Moduls führen... eventuell auch erst Jahre später !

Um Erfahrungswerte zu sammeln wurde folgender Versuch durchgeführt:

ES muss UNBEDINGT beachtet werden, dass die Ergebnisse des Versuches NICHT repräsentativ sind und in keinster Weise einen Freifahrschein darstellen.
Im Versuch wurde ein 5 Jahre altes Solarmodul (72 Zellen, monokristalin, 185 Wp, Made in China), welches schon einige Microcracks aufwies, auf unterschiedlichste und teils brutaler Weise belastet. Vor und nach jeder "Begehung" wurde mit Hilfe einer Elektrolumineszenzkamera die Microcracks sichtbar gemacht.


Für mich bedeuten die Ergebnisse des Versuchs, dass bei entsprechender Vorsicht (Belastung der Module nur am Rand auf den Modulschellen, geeignetes Schuhwerk, leichte Person) eine Begehung ohne Schädigung der Module möglich ist.

Wird die Energiewende ausgebremst?


Saubere Energie aus Sonne, Wind und Wasser, die jeder, der möchte, selbst erzeugen kann. Das war die Idee des EEG, des Gesetzes über Erneuerbare Energien, das 2010 beschlossen wurde.
ZDFzoom fragt nach, was aus der Energiewende, die nach der Reaktorkatastrophe von Fukushima unter Hochdruck in die Wege geleitet wurde, geworden ist. Deutschland wollte Vorreiter sein. Dazu gehörte auch die Abkehr von fossilen Brennstoffen, allen voran Braunkohle.
WIndkrafträder neben Hochspannungsleitungen
Die Recherchen von Solveig Frick und Sonja Jürschik zeigen: Vieles, was in der Aufbruchsstimmung der Energiewende begonnen wurde, wird heute torpediert.
"Das, was gerade passiert, hat eigentlich ganz wenig mit der Energiewende zu tun. Eine Energiewende, wie wir sie wollen: mit regenerativen Energien", beklagt Renate Rüppel von der Bürgerinitiative "Stromautobahn" in Franken. Seit Jahren engagiert sie sich für die Reform. Die von ihr mitbegründete Genossenschaft investiert in Windräder. Sie befürchtet, dass die riesigen Stromtrassen vor ihrer Haustür statt für Wind ausgerechnet für Braunkohlestrom genutzt werden. Die großen Energiekonzerne haben lange Zeit weiter auf fossile Energiequellen gesetzt, statt frühzeitig in Erneuerbare Energien zu investieren.Am Rande des Hambacher Forstes erleben die ZDFzoom-Reportinnen, wie Bäume für den Braunkohle-Tagebau abgeholzt werden. Dirk Jansen, Geologe und Mitglied des BUND hält das für paradox: "Alle reden von der Energiewende. Doch hier wird weiter Braunkohle – der Klimakiller Nummer eins – abgebaggert, das passt nicht zusammen."
Der sogenannte „Kohlekompromiss“ ermöglicht es den großen Energiekonzernen, einen großen Teil ihrer Kohlekraftwerke weiter zu betreiben. Statt der ursprünglich vorgesehenen Klimaabgabe erhaltenen sie nun für die Stilllegung einiger Braunkohlekraftwerke eine Vergütung von rund 1,6 Milliarden Euro. Diese Kraftwerke sollen als „flexible Reserve“ dienen, so rechtfertigt die Politik den Kompromiss. Ist Sigmar Gabriel vor den Energiekonzernen eingeknickt? Die Autorinnen der Dokumentation konfrontieren den Wirtschaftsminister mit dieser Frage.
Hier gehts zum ZDF-Zoom Beitrag in der Mediathek

Hinrich NeumannHinrich Neumann Foto: Nantke NeumannIn Zeiten der Flüchtlingskrise und der Feierlichkeiten zum Mauerfall-Jubiläum muss das der Bundesregierung wie eine Randnotiz vorkommen: In den vergangenen zwölf Monaten sind in Deutschland gerade einmal 1400 Megawatt (MW) neue Solarstromleistung ans Netz gegangen. Im Vorjahreszeitraum waren es noch 2400 Megawatt. Der Zubau liegt damit weit unter dem gesetzlich vorgesehenen Zielkorridor von 2400 bis 2600 MW. Als Folge wird in den nächsten drei Monaten die Vergütung für neue Anlagen nicht weiter abgesenkt – mehr aber auch nicht.

 

Dabei müsste die Zahl doch zu einem Aufschrei führen: Der „atmende Deckel“ war zu einer Zeit eingeführt worden, als jährlich 7000 Megawatt neu ans Netz gingen. Schon 2600 MW sind – verglichen mit den möglichen Potenzialen auf den noch freien Haus-  und Gewerbedächern – sehr wenig.1400 MW sind also ein beängstigender Wert.

Dazu kommt, dass der Zubau den Inlandsmarkt beschreibt: Daran hängen Hersteller von Komponenten, aber auch Planer und Installateure. Sie können eine fehlende Nachfrage nicht dauerhaft aussitzen und dann wieder hochfahren, wenn es mehr zu tun gibt.

Und mehr wäre dringend nötig: Solarstrom wird als günstige Energieform für die Elektromobilität, zum Laden von Speichern und zur Eigenstromversorgung in Landwirtschaft und in Industrie- und Gewerbebetrieben dringend benötigt und könnte einen signifikanten Beitrag zur Energiewende leisten. 

Darum müsste sich der Gesetzgeber jetzt dringend Gedanken machen, wie man schnellstens aus dem Tal herauskommt. Der erste Weg wäre, die unsinnige „Sonnensteuer“, also die anteilige EEG-Umlage auf selbst verbrauchten Strom, abzuschaffen. Auch darf die Vergütung im EEG nicht mehr so stark sinken wie bisher. Ansonsten droht auch der letzte Rest des Solarstrommarktes aus Deutschland zu verschwinden.


Topagrar.com - Lesen Sie mehr auf: http://www.topagrar.com/news/Energie-Energienews-Solarstrommarkt-bricht-ein-wo-bleibt-der-Aufschrei-2519204.html

Photovoltaik-Zubau deutlich unter Zielkorridor - Solarförderung wird im vierten Quartal nicht gesenkt

Mit einigem Zeitverzug greift nun der sogenannte atmende Deckel. Weil der Photovoltaik-Zubau in Deutschland in den vergangenen Monaten so niedrig war, wir werden die Einspeisevergütungen im Oktober, November und Dezember nicht weiter gekürzt. Für den August gibt die Bundesnetzagentur die Gesamtleistung der gemeldeten Photovoltaik-Anlagen mit 266 Megawatt an. Darin enthalten sind aber weiterhin Nachmeldungen, die auch in die Berechnungen der Degression einfließen.

Zwei Drittel der Subventionen für die Energiegewinnung mittels fossiler Brennstoffe wird für die umwelttechnischen und gesundheitlichen Folgen ausgegeben. (Foto: Flickr/ glasseyes view/ CC BY SA 2.0)Mit etwa zehn Millionen Dollar wird die Energiebranche jede Minute subventioniert. Vor allem die unsichtbaren Subventionen sind immens, so der IWF. Denn beim Thema Energie gehe es auch um entstandene Umwelt- und Gesundheitsschäden, für die die Staaten aufkommen, nicht aber die Konzerne.

Zwei Drittel der Subventionen für die Energiegewinnung mittels fossiler Brennstoffe wird für die umwelttechnischen und gesundheitlichen Folgen ausgegeben. (Foto: Flickr/ glasseyes view/ CC BY SA 2.0)


Um die tatsächlichen Subventionen für die Energie-Unternehmen zu beurteilen, müssen neben den offiziellen staatlichen Hilfen für beispielsweise Kohlekraftwerke etc. auch Kostenpunkte im Bereich Umwelt und Gesundheit mit eingerechnet werden. Hier tragen die öffentlichen Haushalte die Kosten für Folgen, die aus der Jeweiligen Energiegewinnung entstehen.

So schätzt der IWF in einer aktuellen Untersuchung die tatsächlichen Kosten für fossile Brennstoffe 2015 auf 5,3 Billionen Dollar. Das entspricht in etwa 6,5 Prozent des weltweiten BIP. Das ist mehr als die gesamten Gesundheitsausgaben aller Regierungen der Welt, so der IWF.

Dem IWF zufolge machen bei der Subventionierung die Folgen der Verbrennung von Kohle, ÖL und Gas den größten Anteil aus: Dazu gehören beispielsweise Luftverschmutzungen, zunehmende Überschwemmungen, Dürren, gesundheitliche Schäden der Anwohner nahe eines Kraftwerks etc..

Ein Stopp der Subventionen für fossile Brennstoffe würde die CO2-Emissionen um 20 Prozent senken, so der IWF. Aber auch die Zahl der Todesfälle in Folge von Luftverschmutzung würde um 50 Prozent zurückgehen: 1,6 Millionen Leben Menschen jährlich.

Zumal ein Ende der Subventionen auch den die Subventionen für Erneuerbare Energien senken würden, gibt der IWF an. Schließlich würden bei einem Ende der staatlichen Gelder für fossile Brennstoffe die Energiepreise für diese steigen und somit auch deren tatsächliche Kosten reflektieren, heißt es in dem Arbeitspapier des IWF.

Die größte Luftverschmutzung verursachen dem IWF zufolge Kohlekraftwerke. China, das stark auf Kohle setzt, zahlt den IWF-Berechnungen zufolge jährlich Subventionen in Höhe von 2,3 Billionen Dollar. Danach folgen die USA mit 700 Milliarden Dollar, Russland mit 335 Milliarden Dollar, Indien und Japan. Die Europäische Union unterstützt die Kohleindustrie mit 330 Milliarden Dollar.

Ende des vergangenen Jahres lieferte das Umweltbundesamt Zahlen zu den umweltschädlichen Subventionen in Deutschland für 2010. Diese beliefen sich auf 52 Milliarden Euro. „Es ist keine nachhaltige Politik, wenn umweltschädliche Produktions- und Konsumweisen erst mit Milliarden subventioniert werden und dann weitere Milliarden aus dem Haushalt bereitgestellt werden müssen, um Schäden an Umwelt und Gesundheit wieder halbwegs zu kompensieren“, sagt Maria Krautzberger vom Umweltbundesamt.

Von den 52 Milliarden gingen 24,2 Milliarden Euro auf den Verkehrssektor zurück. Für die Energiebereitstellung- und nutzung wurden 21,6 Milliarden Euro veranschlagt und für das Bau- und Wohnungswesen 5,9 Milliarden Euro.