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Endlich belastbare Zahlen

12 / 2012, Politik & Gesellschaft | Michael Fuhs

Vision 2050: Eine Studie des Fraunhofer ISE zeigt für Deutschland, dass Strom im Jahr 2050 nicht teurer sein muss als heute und trotzdem zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energien stammen kann. Photovoltaik kommt deutlich besser weg als in den bisherigen Studien zum Thema.

Die ISE-Forscher berechnen, wie viel Solarstrom sinnvoll ist – auch zum Heizen.
Foto: photos.com

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Studien zeigen: Wind, Wasser und Sonne liefern schon heute die Energie billiger als Atom- und Kohlekraftwerke. Das fällt aber nicht auf. Die hohen Subventionen für konventionelle Erzeuger, die nicht auf der Stromrechnung erscheinen, müssen die Steuerzahler tragen.

Energiewende Studie zu Energiekosten

Ist Strom mit Energiewende wirklich teurer als ohne?

Am 27. Juni hat der Vermittlungsauschuß einen Kompromiss in der Solarförderung erzielt, der bereits am 28. Juni den Bundestag passiert hat und am 6. Juli in der letzten Bundesratssitzung vor der Sommerpause bestätigt werden wird. Damit hat eine monatelange Hängepartie ein Ende, die der Solarwirtschaft in Deutschland massiv geschadet hat. Aber wird nun "alles gut" ? Offensichtlich sieht das einer der letzten großen Modulhersteller in Deutschland anders. Schott Solar verabschiedet sich aus der Produktion kristalliner Module. Der Konzern begründet dies u.a. mit den "... instabilen politischen Rahmenbedingungen ...".

Die wichtigsten Änderungen der EEG-Novelle zur Photovoltaik (Quelle BMU) finden Sie im Folgenden:

Ab dem 1. Januar 2012 treten einige technische Änderungen in Kraft, die teils im Erneuerbare Energien Gesetz so wie in der neuen Niederspannungsrichtlinie VDE-AR-N 4105 beschrieben sind. Eine Matrix der Änderungen finden Sie in folgender Datei "VDE-AR-N 4105 & EEG2012 Regelungen Matrix".

Von Jürgen Döschner, WDR, ARD-Energieexperte

Während sich alle Welt Gedanken macht, wie man den CO2-Ausstoß senken kann, wie der Klimawandel gestoppt und auf die gefährliche Atomenergie verzichtet werden kann, während immer mehr Länder mit Neid und Anerkennung auf das deutsche Modell zur Förderung erneuerbarer Energien schauen, machen sich die Minister Philipp Rösler und Norbert Röttgen daran, eben diese Erfolgsgeschichte zu demontieren.

Der jetzt vorgestellte rasante und radikale Umbau der Solarförderung ist de facto ein Ausstieg. Eine Kürzung von 20 bis 30 Prozent innerhalb von zwei Wochen trifft nicht nur jene Hausbesitzer und Investoren hart, die gerade eine Anlage installieren. Deren Kalkulation schmilzt nun wie Butter in der Sonne dahin. Die Anti-Solar-Koalition schlägt auch einer ganzen Branche ins Gesicht, die in den vergangenen Jahren einen enormen Beitrag zur Sicherung einer CO2-freien, dezentralen und preiswerten Energieversorgung geleistet hat.