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Warum die drastischen Kürzungen der Photovoltaik-Förderung?
Photovoltaik stört die Stromkonzerne!

 

Gemeinsame Presseerklärung
der folgenden Solar-Unternehmen im nördlichen Rheinland-Pfalz
zu den aktuellen politischen Diskussionen um die drastischen Vergütungskürzungen für Solarstrom

BAU-KO Solar GmbH &Co. KG, Meinborn

BioSol OHG, Grafschaft

GeckoEnergies GmbH, Mayen

Hellenbrand Elektrotechnik, Kaifenheim

Maifeld Solar GmbH, Polch

MH-SOLAR GmbH, Koblenz

Wi Solar GmbH Photovoltaik, Kaisersesch

VIVA Solar Energietechnik GmbH, Andernach

 

Die etwa dreißig prozentige Reduzierung bei der Vergütung von Solarstrom ist der Versuch des Ausbremsens, weil Photovoltaik die Gewinne von RWE, Eon, Vattenfall und EnBW vermindert.
Photovoltaik verringert den Bedarf an Strom aus Kohle, Gas und Öl. Die Energieriesen können zudem weniger verkaufen, da auch der Eigenverbrauch des erzeugten Solarstroms möglich ist. Hinzu kommt, dass gerade dann, wenn im Tagesverlauf der Strombedarf und dessen Preis an der Strombörse am höchsten ist, nämlich um die Mittagszeit, die PV-Anlagen ihre höchste Tagesleistung erbringen.
So wirkt sich Photovoltaikstrom zunehmend für RWE & Co gewinnmindernd aus.
PV ist demnach nicht – wie einseitig behauptet wird - preistreibend, sondern preissenkend.
Aber erlebten wir schon mal, dass die Konzerne an Preissenkungen interessiert sind?
Schmerzlich, dass einflussreiche Politiker das offenbar nicht verstehen (wollen?).

Die Ankündigung der Bundesregierung von total unangemessenen Kürzungen der Einspeisevergütung für Strom aus Photovoltaik-Anlagen lässt erkennen, dass bei entscheidenden Spitzenpolitikern in der Regierung und in den Fraktionen der sie tragenden Parteien entweder ein hoher Grad von Unwissen oder Klientel-Politik grassiert.
Insgesamt mehr als 40% Kürzungen innerhalb von drei Monaten können nicht aufgefangen werden.

Nach der Senkung der Einspeisevergütungen von 15% zur Jahreswende, also vor gut zwei Monaten,
soll schon zum 1. April dieses Jahres eine weitere Absenkung der Vergütungen in der unglaublichen Größenordnung von 30% (!) durchgeboxt werden. Verbunden mit weiteren Androhungen wie die Verringerung der zugelassenen Jahresmenge in großen Schritten bis nahe Null in wenigen Jahren, weitere Absenkungen der Einspeisevergütungen monatlich und nur noch 85 bis 90% der erzeugten Strommengen sollen vergütet werden. Der Rest muss selbst verbraucht oder vermarktet werden. Wobei noch niemand weiß, wie letzteres gehen soll.

Selbst beim massiven weiteren Ausbau der Photovoltaik – ohne die Änderung des Erneuerbaren Energie Gesetzes - würde kein preistreibender Einfluss auf die Stromkosten entstehen.
Photovoltaik hat sich seit 2006 um mehr als 58% verbilligt. Die Preise werden weiter sinken, jedoch nicht um illusorische 40% in einem Vierteljahr.
Der Kostenanteil von Photovoltaik innerhalb der Umwelt-Umlage liegt für einen Durchschnittshaushalt bei lediglich ca. 5 Euro pro Monat. Zu teuer für umweltfreundliche, leise, geruchlose Stromerzeugung? Zu teuer für zusätzliche regionale Arbeitsplätze und zusätzliche Wertschöpfung und damit vermehrte Kaufkraft in der Region?

Das Erneuerbare Energiegesetz wird weltweit als Erfolg wahrgenommen. Es wurde in Europa von etlichen Staaten weitgehend übernommen. Die Erneuerbaren sind seit Inkrafttreten zunehmend gewachsen und immer preiswerter geworden. Es entstanden Arbeitsplätze in sechsstelliger Größenordnung, wovon wir alle profitieren, neben Entlastung der Umwelt, sowohl von Steuereinnahmen und nicht zuletzt von der geringeren Arbeitslosigkeit. Das will die Regierung kippen mit der Rhetorik „zu teuer"! Was ist zu teuer? Bezahlen nicht wir Verbraucher die Milliardengewinne der vier großen Energiekonzerne in Deutschland?
Die Photovoltaik ist die einzige Möglichkeit, Kaufkraft für Energie weitgehend in der Region zu schöpfen, an der sich auch der normale Bürger zum Vorteil der Umwelt und zum eigenen Nutzen wirklich einbringen kann.
Raiffeisen vor 150 Jahren: „Das Geld des Dorfes bleibt im Dorf!" Sein Modell hat bis heute Erfolg.

Quelle: Verschiedene Daten stammen von der SMA Solar Technology AG.
Deren Erklärung liegt dieser Pressemitteilung bei.